Dienstag, 22. April 2008

Caribik NZ

Liebe Leser,

nun mal wieder einen kleinen Zwischenstand unserer Reise: Nachdem wir dann in Nelson angekommen waren und die Nacht zuvor an einem der wunderschönen Nelson Lakes mit Lagerfeuer und weiteren Backpackern verbracht hatten, konnte uns nun eigentlich nichts mehr stoppen, um in den karibisch anmutenden Teil von Neuseelands aufzubrechen: der Abel Tasman National Park.
Ich hatte ja bereits schon einen kleinen Einblick von diesem kleinen Paradies auf unserer Familienreise bekommen, wollte aber gerne noch einmal längere Zeit dort verbringen. Das einzige was uns noch daran hindern sollte war das Wetter, denn bei Nebel, Regen und dichter Wolken-Decke will einfach kein sommerliches Flair aufkommen. Es regnete also den ganzen Tag und zu allem Überfluss mussten wir leider unseren Van noch einmal in die Reparatur geben um die Lenkung in einen Berg-sicheren Zustand zu bringen, was uns wieder ein bisschen unserer Reisekasse kostete.
Da es einfach keinen Sinn macht sich auf eine drei-tägige Wanderung durch den Abel Tasman bei Regen zu machen, beschlossen wir erst einmal unsere Zeit etwas nördlich im Golden Bay zu verbringen und auf besseres Wetter zu warten. Aufgrund des Wetters wurde die Golden Bay jedoch eher zur Grey Bay. Wir warteten tapfere vier Tage ab bis das Wetter sich endlich besserte und sich die Sonne mal wieder blicken lies.
Okay: Sonne da also Hütte buchen, Proviant einkaufen, Schuhe schnüren und am nächsten Tag ging es dann bei herrlichem Wetter aber dennoch anspruchsvollem Wellengang und Wind per Kajak in den Abel Tasman. Wir paddelten den kompletten ersten Tag mit Rückenwind vorbei an Seehund-Kolonien, goldenen Stränden und letztendlich auch vorbei an unserer Ziel Bucht an der wir das Kajak wieder abgeben sollten. Uups ... wir sind zu weit, also wieder umdrehen und gegen Wellen und Wind zurück kämpfen um unsere erste Hütte zu erreichen (Bark Bay Hut). Die Hütten sind auch hier eher rustikal ausgestattet, d.h. Bettenlager, kein Strom und kein warmes Wasser. Pure Natur halt. Leider hatten wir das Pech unser Zimmer mit einem französischen Backpacker zu teilen der so laut schnarchte, dass wohl auch kein anderer der 13 Zimmerinsassen diese Nacht durchschlafen konnte. (Notiz: Oropax kaufen!) Auch unsere Hiking-Professionalität lies zu wünschen übrig, denn als wir unsere überdimensionale Gaskocherplatte rausholten und diese von anderen Hikern mit einem "Ey guys, you`re pretty good equiped" kommentiert wurde, mussten wir feststellen, dass wir das Teil völlig umsonst mitgenommen hatten, da die Gaskatusche nach ca. 3 min. alle war. Bloody beginners! Gott sei dank waren dort alle sehr hilfsbereit und retteten dann doch noch unser warmes Abendessen. Nach einer mit Schlaf eher rar gesegneten Nacht ging es dann am nächsten Tag zu Fuß über 12km weiter zur nächsten Hütte (Awaroa Hut). Dort hatten wir dann abermals das Glück unser Zimmer mit dem Franzosen zu teilen, was aber nicht ganz so schlimm war da wir eh um 5:30 morgens aufstehen mussten um den Low Tide (Ebbe) Track zu bekommen. Der Tagestrip ging diesmal über ca. 10km und wir erreichten Totaranui um von dort aus das Wasser-Taxi zurück zu nehmen. Wieder an unserem Van angekommen verlockte es uns nach zwei tagen Reis und Dosenfutter zu einem herrlichen Burger mit Chips. Yummy.
Es ging am selben Tag dann noch zurück nach Motueka ins Hostel um uns und unsere Klamotten wieder ins reine zu bringen. In den nächsten Tagen werden wir uns dann in Richtung Picton aufmachen um von dort aus die Fähre auf die Nordinsel zu nehmen und dort unsere Reise fort zu setzen.

So long, .... euer Malte & Marian

PS.: ... auf der unten aufgefuerhten Google Map koennt ihr unsere Route betrachten!




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1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Ich will auch...

Das klingt so klasse, was Ihr da macht, wenn auch sehr rustikal, dass man sofort nach Neuseeland fliegen will.

Viele Grüße aus Upper Creek