Sonntag, 18. Mai 2008

On the road again ...

Hallo Freunde,

nun sind schon wieder 2 Wochen vergangen seit dem letzten Eintrag - die Zeit rast hier einfach davon und wir versuchen jede Sekunde auf dieser herrlichen Insel zu genießen. Nachdem wir also unser neues Gefährt unser eigen nennen konnten, ging es am nächsten Tag auf in die Art Deco Hauptstadt Napier und nach einer Nacht Aufenthalt weiter ins Landesinnere, nach Taupo.
Dort hielten wir uns 3 Tage auf (schlecht-Wetter-Aktraktionen abgeklapptert) und sind bei feinstem Sonnenschein weiter in Richtung Rotorua gefahren. ( mit Zwischenstop bei "Taupo Quad Bikes" :D ). Rotorua ist bekannt für den Gestank (bedingt durch geothermische Aktivitäten). Am folgenden Morgen ging es über eine 90km lange "Gravel Road" (Split, Geröll, kein Asphalt) weiter in Richtung Gisborne (über Wairoa). Übernachtet wurde in einer direkt am Highway gelegene Bungalow-Anlage. Man hatte das Gefühl, dass die vorbeifahrenden LKW´s jeden Augenblick unsere "Küche" kreuzen würden. Die nächste Nacht verbrachten wir in einem alten Kloster in Gisborne mit dem Namen "The Flyin Nun". Ansich ein sehr schönes Gebäude, aber Küche und Betten ließen eher zu wünschen übrig. In den nächsten 3 Tagen ging es dann den Coast Highway entlang Richtung East Cape. Die Tage waren einfach nur der Hammer und lassen sich recht einfach beschreiben:
viel Sonne, wunderschöne Hostel´s (mit direkter Anbindung zum Strand), beindruckende Straßen, feinste Sonnenuntergänge
und viele nette Menschen. Ausnahme: Kakerlaken im Wohnzimmer, Badezimmer und Küche ( im letzen Hostel :( ) ... Ihr hätte das Gesicht von Malte sehen müssen :D ...
Wir haben dann die Ostküste verlassen und sind jetzt in Tauranga/Mt. Manganui. Nach dem Einchecken haben wir den den Mt. Manganui bestiegen (45min, viele Treppen, difficult Track). Während der "Wanderung" haben wir schnell festgestellt, das wir keine Kondition haben :D. Entschädigt wurden wir mit einem beeindruckenden Blick über beide Städte und einen wunderschönen Sonnenuntergang. Der Abend sollte eher ruhig verlaufen, aber man hat uns klar gemacht, dass man, wenn man mal hier in der Gegend ist, unbedingt das Nachtleben genießen soll. Und so haben wir in einer Multikulti-Runde (Schweden, Belgier, Australier & Deutsche) uns die Kneipenmeile von Tauranga angeschaut, ein paar Pubs & Clubs besucht .. und ... bedingt durch das eine oder andere Bier beschlossen, eine weitere Nacht hier zu bleiben (an einen Checkout um 10 Uhr war nicht zu denken ;) )

Jetzt haben wir noch ca. 6 Tage Zeit um nach Auckland zu kommen.

Bedingt durch die sonnigen Tage ist die Stimmung prächtig. Wir denken ab und zu zurück an die Zeit mit unserem Van, haben uns aber schon voll und ganz an unser neues Auto gewöhnt.

Viele Grüße, Marian & Malte


Dienstag, 6. Mai 2008

Die Überfahrt, die Hauptstadt und ein Todesfall

Hallo Deutschland,

nachdem wir also aus dem Abel Tasman kamen, haben wir noch 2 Nächte mit dem Van in den Marlborough Sounds verbracht und die herrlichen Buchten und kurvigen Straßen genossen. Am Donnerstag hatten wir dann die Fähre auf die Nordinsel gebucht und nach einem kleinen Minigolf-Battle setzten wir dann über auf die Nordinsel. Ich (Malte) hatte das Glück beim Café holen noch einige Delfine zu sehen, diesmal auch die richtig großen! In Wellington angekommen machten wir uns dann auf die Suche nach einer Bleibe, allerdings war schon, wie von Lennart erwähnt, alles ausgebucht da an diesem Wochenende das Homegrown Festival in Wellington statt fand. Wir konnten dann aber letztendlich auf dem Parkplatz eines Hostels stehen und im Van übernachten, was eigentlich ziemlich optimal war, da: Wir nicht so viel zahlen mussten, Bad und Küche mitbenutzen konnten und ziemlich zentral in Wellington waren. Die Tage in Wellington verbrachten wir hauptsächlich mit Sightseeing und skaten da der Skatepark hier einfach nur der Hammer war! Wir kletterten auf den Mt. Victoria, besuchten das Te Papa Museum (Geschichte von Neuseeland) und waren auch mal im Nachtleben unterwegs. Am letzten Abend hatten wir uns noch mit anderen Backpackern verabredet. Aufgrund des Regens hatten wir keine Lust zu kochen und hatten uns für eine schöne Pizza von Dominos entschieden. Also kurz Wagen gegenüber auf dem Liquor King Parkplatz geparkt und dem knurrenden Magen rüber zu Dominos gefolgt. Pizza fertig, zurück zu Van. Ääh, Liquor King geschlossen und Ketten vor der Ausfahrt des Pakplatzes. Jetzt entdeckten wir auch die Schilder die uns sagten, dass man hier nicht nach Ladenschluss stehen darf ansonsten wird man abgeschleppt. Shit! Also fanden wir uns schon damit ab die Nacht auf dem Parkplatz zu verbringen als nach ca. 2h der Abschlepper kam und uns gegen ein kleines Endgeld (180$) aus unserer Misere befreite. Das war wohl die teuerste Pizza die wir bisher hatten ..... Nachdem wir unsere "Strafe" bezahlt hatten, sind wir zum Parkplatz direkt am Flughafen von Wellington gefahren, wo wir dann bei Bier und einer steifen Brise die startenden und landenden Flugzeuge betrachtet haben.

Am nächsten Morgen haben wir einen Großeinkauf (Lebensmittel) gemacht, und haben unsere Reise in Richtung Norden fortgesetzt. Die erste Nacht nach Wellington haben wir am Lake Wairarapa verbracht. Diese jene Nacht war schrecklich. Wir hatten ca. 20 Mücken im Van und haben stündlich den Kampf gegen diese Ungeziefer aufgenommen. Ergebnis: Malte ca. 12 und Marian ca. 3 Mückenstiche! Aufgrund des Schlafentzuges hatten wir beschlossen, die nächste Nacht in einem Hostel zu übernachten. Bei sehr durchwachsenem Wetter sind wir Richtung Ostküste (Castlepoint) und anschließend nach Masterton (Übernachtung im Hostel) gefahren. Da die Stadt wie ausgestorben wirkte (sogar am Morgen darauf), verließen wir die Stadt relativ zügig und setzten unsere Reise in Richtung Mt. Bruce National Reservation Park fort wo wir dann auch zum ersten mal lebende Kiwis (also die Vögel) sehen konnten. Leider hinter Glas aber trotzdem lustige Tierchen. Da das Wetter sich besserte, haben wir die nächste Nacht (Mittwoch - Donnerstag) erneut im Van am Strand (Herbertsville) verbracht. Der Regen am nächsten Morgen sorgte dafür, dass wir das erste mal im Van gefrühstückt haben. Da der Regen nicht aufhören wollten, war klar: wir werden die nächste Nacht im Hostel verbringen.
Nachdem wir uns noch einen Ort angesehen haben, der sich selbst "New Zealands longest Placename" nennt, sind wir Richtung Hastings/Napier gefahren. Eingekehrt sind wir im Hostel "The rotten apple", wo wir uns mit Lennart (Travelmate von Julian) verabredet hatten.

Den nächsten Tag sollten sich unsere Wege dann wieder trennen und wir machten uns auf nach Napier um die nächste Nacht wieder im Van zu verbringen. Napier ist eine kleine wunderschöne Stadt mit vielen im Art Deco stil gebauten Häuschen. Nach dem üblichen Sightseeing und einem Café ging es dann auf in Richtung Küste um uns einen Schlafplatz zu suchen "... was zum Teufel ist das für ein komisches Geräusch aus dem Motor... oh ..oh" Es hörte sich gar nicht gut an und wir riefen daraufhin den AA (NZ ADAC) da wir den Wagen nicht weiter bewegen wollten/konnten. AA kam und diagnostizierte einen lockeren Riemen und rief einen Abschlepper um uns zur nächsten Werkstatt zu bringen. Dort stellte sich dann heraus, dass es leider nicht irgendein Riemen war, es war der Zahnriemen der lose war. Gar nicht gut, denn ein kaputter Zahnriemen kann den ganzen Motor ruinieren wie uns der Herr Mechaniker zu verstehen gab. Er könne aber genaueres erst am Montag sagen wenn er sich den Motor richtig anschaut aber zu 90% ist der Motor hin. FUCK! Also verbrachten wir das Wochenende mit trägem warten auf das wahrscheinliche Todesurteil für unseren Van was ziemlich deprimierend war da auch das Wetter in ein Nasskaltes grau in grau wechselte. Montag kam also das endgültige Urteil: Reparieren ( ca. 1500$ oder mehr) oder verschrotten. Mit gesenktem Kopf entschieden wir uns dann den Van aufzugeben und Ausschau nach einem günstigen Auto zu halten. Wie der Zufall so will bot uns Jason (Hostel-Manager) dann sein Auto zum Preis von 1.000$ an. Ein Toyota Corona: Nicht schön, nicht groß aber es fährt und unser ganzer Stuff passt auch rein. Also: go for it! Wir werden heute und morgen noch die ganzen Ummeldungen und Geldangelegenheiten abwickeln um dann hoffentlich wieder auf die Straße Richtung Norden zurück zu kehren. Diesmal hoffentlich mit mehr Glück ...

so long, euer Marian und Malte