Donnerstag, 28. August 2008

Alles hat mal ein Ende

Jetzt sind es nur noch 7 Tage hier in Neusseland bevor es für mich wieder zurück in die Heimat geht und ich genieße diese bei gerade Frühlingshaften Temperaturen in der Sonne auf unserer Terrasse. Dies wird somit wohl der letzte Blogeintrag sein aber viel ist in den letzten Wochen eh nicht passiert. Ich versuche weiterhin das Auto zu verkaufen und hoffe das sich in den nächsten Tagen vielleicht einer der Interessenten zu einem Kauf entscheidet und wir wenigstens ein bisschen Geld zurück bekommen. Das Wetter war leider in den letzten Wochen wieder einmal sehr durchwachsen was dazu führte das wir öfters skateboarden waren. Joe hat sich leider bei einem massiven Hill-drop das Schlüsselbein gebrochen und muss somit für die nächsten 3 Wochen pausieren. Seit gestern meint es der Wettergott allerdings sehr gut mit uns und man kann sich im T-shirt auf dem Berg sonnen. Alles in allem bin ich schon ein bisschen traurig, dass es bald wieder zurück geht und ein unglaublich gutes halbes Jahr mit vielen neuen und alten (we miss u here Marian!) guten Freunden zu Ende geht auf der anderen Seite aber freue ich mich auch sehr wieder nach Hause zukommen: zu Julia, meinen Freunden, der Famile und der Hansestadt. Zwar etwas verschuldet aber mit dem Gefühl das Geld definitiv in etwas lohnenswertes investiert zu haben. Viel mehr gibt es eigentlich nicht zu sagen und ich verabschiede mich mit einigen letzten Eindrücken aus den wunderschönen (bei gutem Wetter) Kiwi-Bergen. Ich freu mich auf euch!

euer Kiwi Malte

(Bild1: snowparkNZ in seiner ganzen Pracht, Bild2: Kea in Treble Cone, Bild3: Powderturn von Thomas in TC)





Donnerstag, 31. Juli 2008

Déjà vu

Hallo liebe Freunde in der Heimat,

lange ist hier auf dem Blog mal wieder nichts passiert - was, unter anderem auch daran liegt, dass wir uns hier so langsam eingelebt haben, fast täglich boarden gehen und nicht so viel spannendes geschehen ist. Ha, doch! Vorgestern hat uns unser Auto mal wieder im Stich gelassen und hat auf dem Weg ins Skigebiet nach einem kurzen Aufblinken vieler Warnleuchten aufgehört zu arbeiten. Wir, als inzwischen fast Hobby-Mechaniker, diagnostizierten eine kaputte Lichtmaschine und somit eine absolut leere Batterie. Nachdem wir dann denn Abschleppdienst des AA Roadservices angerufen hatten und diese uns auf einem Abschlepper zurück nach Wanaka brachten, sollte sich unsere Diagnose als richtig herausstellen. Kostenfaktor für eine gebrauchte Lichtmaschine mit Einbau 100€. Nicht gerade glücklich aber es hätte auch schlimmer kommen können. Da Marian, wie viele schon wissen, uns hier leider etwas verfrüht verlassen wird (14. August), haben wir beschlossen, das Auto in den nächsten Wochen zu verkaufen. Ich alleine brauche es nicht mehr und wenn ich einen fahrbaren Untersatz brauche, habe ich hier eine Menge Mitfahrgelegenheiten die ich nutzen kann.
Tja, ansonsten wie gesagt nicht viel Neues: Wie genießen weiterhin unsere nette Bleibe, das gemütliche Wanaka, die wunderschöne Landschaft und versuchen natürlich so oft wie möglich boarden zu gehen. Leider war das Wetter auf dem Berg in den letzten Wochen eher durchwachsen und nachdem jetzt ein kräftiger Sturm über die Inseln ging sind die Pisten ziemlich eisig. Wir bleiben aber weiterhin optimistisch und hoffen auf neuen Schnee und besseres Wetter um die Parks hier zu rocken. (Nicht einfach, denn das allgemeine riding-level ist hier unglaublich hoch). Gestern feierten wir den Geburtstag von Joe und nach lecker essen beim Inder ging es dann noch ein wenig auf die Piste, weshalb wir den heutigen Tag eher ruhig mit etwas Angeln verbringen werden. Morgen soll es dann mal hoch in den snowparkNZ gehen um die finals der BurtonNewZealandOpen (Snowboardcontest) zu sehen und vielleicht auch selber etwas riden zu gehen. Job-technisch hat sich leider immer noch nichts ergeben aber nun ist es ja auch nicht mehr so lange hin bis es wieder zurück in die Hansestadt geht. Weiter unten einige Fotos der letzten Wochen und ein kleines selbstgebasteltes Video von uns auf der Piste. Viel Spaß damit!

Liebe Grüße,
euer Malte & Marian

(Bild 1: ohne Worte, Bild 2: skyline pic mit Rob & Joe, Bild 3: Blick von Cardrona ins Backcountry, Bild 4: Blick von Cardrona ins Tal nach Wanaka, Bild 5: Blick vom Lake Diamond über Lake Wanaka)



Mittwoch, 2. Juli 2008

Winter- statt Sommermärchen

Leider hat es mit der Europameisterschaft und einem deutschen Sommermärchen nicht so geklappt, schade. Ich gönne es aber den Spanier denn sie haben fair und überlegen gewonnen. Wir verbringen dafür hier gerade unser Wintermärchen und waren bis jetzt jeden Tag, seit dem Opening am letzten Freitag, auf dem Berg. Die Schneeverhältnisse sind okay und alle Pisten sind mit dem weißen Gold bedeckt, leider reicht es aber noch nicht für Park und Backcountry. Die letzten zwei Tage hatten wir Bombenwetter und wir genossen bei herrlichem Sonnenschein die aufregende Vielfalt der 3 (!) Lifte im Skigebiet. Man kann die Skigebiete hier definitiv nicht mit denen der Alpen vergleichen, Angebot und die Vielfalt der Pisten hier können da einfach mithalten, dafür konzentriert man sich hier eher auf Freestyle Parks und Half-Pipes. Ansonsten ist eigentlich nicht so viel passiert die letzten Wochen: Unser Auto läuft, das Haus steht und wir sind weiterhin auf der Suche nach einem Job ... Beste Grüße aus dem Schnee, euer Malte & Marian





Sonntag, 22. Juni 2008

Home sweet home

Hallo Freunde! Wieder einmal sind etliche Tage verstrichen und es ist mal wieder an der Zeit euch über unsere Geschehnisse zu berichten. Nachdem wir in New Plymouth und Mt. Taranaki auf den Geschmack von Schnee gekommen sind und auf der Südinsel bereits gut Schnee gefallen ist, konnte uns dann nichts mehr halten und uns zog es in Richtung Südinsel. Auf dem weg dort hin hatten wir noch eine Nacht Aufenthalt in Wanganui und zwei Nächte in Wellington. Wanganui war sehr schön aber eher unspektakulär und Wellington war ziemlich gut, da wir eine Unterkunft im Backpacker-Part vom Cambridge Hotel bekamen, welches für ein Hostel recht Nobel ausgestattet ist. Ausserdem hatten wir sehr viel Spaß, als wir abends mit Argentiniern und Franzosen noch auf die Piste gegangen sind. Nach zwei Tagen und einigen Dollars weniger im Geldbeutel ging es dann via Fähre rüber auf die Südinsel und wir konnten bereits vom Wasser aus die schneebedeckten Berge sehen. In Picton angekommen ging es per Auto (was uns immer noch treu begleitet! Teu! Teu Teu!) entlang der Ostküste nach Kaikoura. Kaikoura ist ein sehr nettes Örtchen direkt an der Küste, umgeben von Bergen und bekannt für Walewatching Tours. Man sagte uns, dass das nächstgelegene Skigebiet (Mt. Lyford) bereits geöffnet hat und wir packten unsere Sachen um am nächsten Tag endlich das erste mal boarden zu gehen. Nächsten Tag also früh aufgestanden und ab in Richtung Mt. Lyford gefahren aber leider war das Skigebiet aufgrund von zu starkem Wind geschlossen. Also sind wir weiter nach Christchurch und dann nach Methven gefahren wo wiederum am nächsten Tag das Mt. Hutt Skiresort öffnen sollte. Wir nächtigten in einer sehr schönen Unterkunft und warteten gemeinsam mit anderen Schneesüchtigen auf den nächsten Tag. Aber wieder einmal Fehlanzeige, denn auch dieses Opening wurde aufgrund des Windes verschoben. Unsere Mitbewohner bremsten unseren Enthusiasmus für die Wintersaison etwas mit der Aussage, dass es recht schwer sein würde in Wanaka und Queenstown Job und Unterkunft zu bekommen, so beschlossen wir am gleichen Tag noch nach Wanaka zu fahren bevor dort die Hauptsaison beginnt und wir überhaupt keine Chance mehr haben. Angekommen im 18 grad warmen und sonnigen Wanaka machten wir uns die nächsten Tage auf Jobsuche - jedoch relativ erfolglos. Obwohl wir einige Lebensläufe in Bars und Shops lassen konnten, haben darin keine große Hoffnung. Wir beschlossen auch ohne Job uns hier in Wanaka erst einmal Sesshaft zu machen, eine Wohnung zu finden und ggf. über Kontakte oder Glück doch noch einen Job zu bekommen, welchen definitiv wir benötigen denn die Saison-Pässe sind hier unverschämt teuer. Nach zwei Tagen mit etwas hängenden Köpfen fragten uns dann zwei Französinnen ob wir Interesse hätten in ein Haus zu ziehen denn sie hätten eins gefunden und benötigen jetzt insgesamt 6 Personen. Wir checkten die Kosten, fragten weitere Leute , schauten uns das besagte Haus an und konnten einfach nur "Yeah!" sagen! Gesagt, getan und schon am nächsten Abend zogen wir zusammen mit Sophie (FRA), Blondine (FRA), Andrew (SCOT), Fran (SCOT) ein. Das Haus ist der Hammer: Gerade neu renoviert mit drei Schlafräumen, neuem Bad mit Fußbodenheizung, großem Ess- und Wohnzimmer mit Feuerstelle, Carport und eigenem Garten. Jetzt brauchen wir nur noch einen Job und natürlich Schnee, denn seit einer Woche haben wir zwar kühlere Temperaturen aber nur Sonne und wir verbringen unsere Tage hier mit warten und skateboarden. Im Anhang schon einmal 2 Fotos unserer neuen Bleibe. Innenfotos folgen in den nächsten Tagen. Viele Grüße, Malte und Marian






Montag, 9. Juni 2008

Schneeeeee

Moin liebe Freunde,

SCHALLLAALALLLAAAAA ... SCHHAALLLALALALAAA .... wenn Deutschland weiter so stark spielt, werden wir definitiv Europameister ... (wir haben das Spiel leider nicht sehen können :( )

Gestern war es dann soweit. Wir standen das erste Mal in neuseeländischen Schnee. Die Fotos sprechen für sich.

Beste Grüße ...

Marian und Malte



Dienstag, 3. Juni 2008

Northlands Roadtrip

Hello Germany!

2 Wochen um: Zeit für ein update!
Nachdem wir Mt. Manganui verlassen hatten, ging es in Richtung Coromandel Peninsula, welche ich bereits zusammen mit der Family besucht hatte. Trotzdem hatten wir dort eine gute Zeit und klapperten einige Must-does wie z.B. Hot Water Beach und Cathedral Cove ab. Hot Water Beach war allerdings etwas enttäuschend, da es nur eine einzige Stelle gibt, an der man seine Füße in den Sand graben kann und dann die Hitze der geothermischen Aktivitäten unter dem Strand spürt. Das hat zufolge, dass alle Touristen gedrängt auf ca. 10qm an diesem Strand rumstanden. Weiter ging es in Richtung Coromandel Town und etwas weiter nördlich auf eine kleine Farm, wo wir zwei weitere Nächte verbrachten und einen Hike zum nächsten Berg (ca. 500m hoch) und zur alten Goldmine machten. Da das Wetter eher unbeständigt war, verbrachten wir den Nachmittag im Hostel. Nach einem weiteren stopover an der Westcoast in Port Waikato erreichten wir dann schließlich am Freitag (23.05.08) Auckland und trafen uns dort mit Lennart und Julian. Diese luden uns auf eine Party am Abend ein, was sich dann nächsten Morgen mal wieder mit einem massiven Kater bemerkbar machte. ("Ich glaub ich werd alt"). Also am Samstag nur etwas ruhiges Sightseeing (Skatepark, Rugby-Spiel, etc.) in Auckland und abends ein bisschen Pool spielen und Shisha schmökern.
Sonntag brachten wir dann all unser überflüssiges Gepäck zu Julians Gastfamilie und machten uns dann auf Richtung Norden (Northlands). Erster Stop war in Baylys Beach (Westküste), wo wir zwei Nächte in einer sehr entspannten Surflodge verbrachten und auch versuchten uns auf dem Board zu halten. Leider waren die Wellen eher Weißwasser-Waschmaschinen-Style. Nächster Stop war Ahipara wo wir eine Nacht in einem wunderschönen aber ein wenig spießig-gehaltenem (typisch deutsch) Hostel verbrachten. Leider hatten wir keine Wellen um noch einmal surfen zu gehen. Weiter ging es in Richtung Norden mit Übernachtung in Henderson Bay, wo wir abermals zwei Nächte blieben. Den ersten Tag verbrachten wir bei Bomben-Wetter am Strand und ich habe meinen ersten Fisch gefangen. Uaah! Leider zu klein um ihn zu essen aber immerhin. (Fisch essen ist super, aber mit Fisch töten habe ich noch so meine Probleme)
Am nächsten Tag fuhren wir dann ganz an die Nordspitze (Cape Raenga) und hatten viel Spaß in den riesigen Sanddünen. (see attached video) Ab jetzt ging es dann weiter mit unserem treuen und etwas überladenen Auto in Richtung Süden und wir übernachteten bei einer netten Familie in der "Bay of Islands". Nächsten Tag ging es dann bei durchwachsenem Wetter entlang der Küste Richtung Whangarei aber wir fanden dort keine wirklich schöne Unterkunft und Wellen fehlten auch. Wir beschlossen wieder an die Westküste nach Baylys Beach zu fahren um dort eventuell surfen zu gehen. Leider waren auch dort die Wellen nicht wirklich gut und nach einer Nacht ging es dann wieder zurück an die Ostküste wo wir im Goat Island Marine Reserve schnorcheln gingen. Ziemlich beeindruckend, denn wir sahen neben zahlreichen Fischen (dessen Namen wir leider nicht behalten konnte ) und auch einen Stachelrochen. Leider war die Region sehr rar mit Hostels gesäht und wir entschieden, wieder zurück nach Auckland zu fahren.
Julian und Lennart werden in den nächsten Tagen dann ihre letzten Sachen organisieren und dann nach Fiji zu fliegen. Wir werden ebenfalls noch ein/zwei tage hier in Auckland verbringen und dann langsam wieder in Richtung Süden zu fahren um hoffentlich in zwei Wochen im Schnee zu stehen. Es war eine sehr gute Zeit zusammen in den Northlands – allerdings etwas zu wenig von selbiger, denn teilweise saßen wir doch sehr lange im Auto. Egal, es war halt ein Roadtrip. Also Freunde, seit gegrüßt und wir melden uns wieder in spätestens 2 Wochen...

Hang loose,
Malte & Marian



Sonntag, 18. Mai 2008

On the road again ...

Hallo Freunde,

nun sind schon wieder 2 Wochen vergangen seit dem letzten Eintrag - die Zeit rast hier einfach davon und wir versuchen jede Sekunde auf dieser herrlichen Insel zu genießen. Nachdem wir also unser neues Gefährt unser eigen nennen konnten, ging es am nächsten Tag auf in die Art Deco Hauptstadt Napier und nach einer Nacht Aufenthalt weiter ins Landesinnere, nach Taupo.
Dort hielten wir uns 3 Tage auf (schlecht-Wetter-Aktraktionen abgeklapptert) und sind bei feinstem Sonnenschein weiter in Richtung Rotorua gefahren. ( mit Zwischenstop bei "Taupo Quad Bikes" :D ). Rotorua ist bekannt für den Gestank (bedingt durch geothermische Aktivitäten). Am folgenden Morgen ging es über eine 90km lange "Gravel Road" (Split, Geröll, kein Asphalt) weiter in Richtung Gisborne (über Wairoa). Übernachtet wurde in einer direkt am Highway gelegene Bungalow-Anlage. Man hatte das Gefühl, dass die vorbeifahrenden LKW´s jeden Augenblick unsere "Küche" kreuzen würden. Die nächste Nacht verbrachten wir in einem alten Kloster in Gisborne mit dem Namen "The Flyin Nun". Ansich ein sehr schönes Gebäude, aber Küche und Betten ließen eher zu wünschen übrig. In den nächsten 3 Tagen ging es dann den Coast Highway entlang Richtung East Cape. Die Tage waren einfach nur der Hammer und lassen sich recht einfach beschreiben:
viel Sonne, wunderschöne Hostel´s (mit direkter Anbindung zum Strand), beindruckende Straßen, feinste Sonnenuntergänge
und viele nette Menschen. Ausnahme: Kakerlaken im Wohnzimmer, Badezimmer und Küche ( im letzen Hostel :( ) ... Ihr hätte das Gesicht von Malte sehen müssen :D ...
Wir haben dann die Ostküste verlassen und sind jetzt in Tauranga/Mt. Manganui. Nach dem Einchecken haben wir den den Mt. Manganui bestiegen (45min, viele Treppen, difficult Track). Während der "Wanderung" haben wir schnell festgestellt, das wir keine Kondition haben :D. Entschädigt wurden wir mit einem beeindruckenden Blick über beide Städte und einen wunderschönen Sonnenuntergang. Der Abend sollte eher ruhig verlaufen, aber man hat uns klar gemacht, dass man, wenn man mal hier in der Gegend ist, unbedingt das Nachtleben genießen soll. Und so haben wir in einer Multikulti-Runde (Schweden, Belgier, Australier & Deutsche) uns die Kneipenmeile von Tauranga angeschaut, ein paar Pubs & Clubs besucht .. und ... bedingt durch das eine oder andere Bier beschlossen, eine weitere Nacht hier zu bleiben (an einen Checkout um 10 Uhr war nicht zu denken ;) )

Jetzt haben wir noch ca. 6 Tage Zeit um nach Auckland zu kommen.

Bedingt durch die sonnigen Tage ist die Stimmung prächtig. Wir denken ab und zu zurück an die Zeit mit unserem Van, haben uns aber schon voll und ganz an unser neues Auto gewöhnt.

Viele Grüße, Marian & Malte